Montag, 30. Dezember 2013

Einen guten Rutsch & I Heart Macro Week 33 - Die Schneerose



Laura von Shine the Divine  

lädt ein zu   



Schneerose












Gebet eines Kindes

Wann endlich wird der müden Welt
Die heißersehnte Ruh’ beschieden,
Die über uns am Himmelszelt
Beseelt der Sterne ew’gen Frieden?

Glücksel’ger Tag, wenn einst hienieden
Das wüste Toben eingestellt,
Sich liebend in die Arme fällt,
 Was sich von Anbeginn gemieden!
 
Du heil’ge Nacht, aus Kampfgebraus
 Flieh’ ich mit jammernder Gebärde 
Zu dir, daß uns geholfen werde.

 Gieß deinen milden Segen aus
Und sieh, es würde dieses Haus
Zum schönsten Paradies der Erde!

1864-1918








Ihr Lieben,
nun neigt sich das Jahr seinem Ende entgegen...

Ich möchte mich bei Euch allen für Eure wundervollen Kommentare und für Eure Besuche hier in den letzten viereinhalb Monaten bedanken!!!

Es ist für mich eine unbeschreiblich tolle Erfahrung, so viele wunderbare Menschen, aus so vielen verschiedenen Ländern und Kulturkreisen, (ein wenig) kennenlernen zu dürfen!

 Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, friedliches, glückliches, gesundes und kraftvolles neues Jahr!!!

Mögen Frieden, Freude, Wahrhaftigkeit, Liebe, Freiheit und Mut unsere Welt und unser Leben segnen!
Einen guten Rutsch
 &
Alles Liebe
Katrin




'Lament for a Frozen Flower' by Secret Garden
Official Secret Garden Hompage: www.secretgarden.no




Sonntag, 22. Dezember 2013

Von Flachshaarengeln, Quarkstollen, Glockenblumen statt Schnee und weshalb ich für Fröbelsterne, zu Weihnachten, auf die Knie geh'...



Weihnachten steht vor der Tür! Noch zweimal schlafen, dann ist es soweit!

Der Stress der letzten Tage (Wochen) ist gewichen. Die meisten Vorbereitungen sind abgeschlossen und ich kann die Weihnachtszeit endlich, in vollen Zügen, genießen.

Die letzten Päckchen werden mit Schleifenband, Anhängern und kleinen Kärtchen verziert. Dabei schaue ich mir Filme, wie 'Under the Greenwood Tree', 'Wunder einer Weihnachtsnacht' oder 'Das Weihnachtshaus', an.  
 Oh, wie ich diese gemütlichen Stunden liebe!
Selbstgebackener Quarkstollen versüßt mir diese wundervolle Zeit. Eine leckere und histaminarme Variante zum Stollen aus Hefeteig. Schmeckt besonders gut zu heißem Kaffee oder Tee.
 In meiner Heimatstadt hat das Stollenbacken eine lange Tradition.
 Mir war der Mandelstollen der Liebste, da habe ich aber immer das Zitronat und das Orangeat herausgepuhlt, weil mir das nicht schmeckte.
 Seit ein paar Jahren backe ich mein Stollen selber. Ich ersetze die Mandeln, die ich nicht mehr essen darf, mit gehackten Kürbis- und Sonnenblumenkernen. Orangeat und Zitronat kommen gar nicht erst hinein, dafür umso mehr Mark von der Vanilleschote.
 Der Fantasie sind bei der Zubereitung keine Grenzen gesetzt. 

Wenn Ihr Euch noch ein wenig inspirieren lassen wollt, dann stöbert doch noch ein wenig durch diese Stollenrezepte, oder scrollt weiter und erfahrt etwas über meine Weihnachtsdekoration...





...Mein Weihnachtsschmuck ist verspielt, natürlich und ein bisschen nostalgisch. Ich liebe rote Holzäpfel, braune Tannenzapfen, kleine Holzengel (wie die Engelchen mit Laterne und Posaune von meiner alten Kinderpyramide) oder die wunderhübschen Flachshaarengel der Manufaktur Flade, Herrnhuter Sterne, Reifentiere (wie die zwei Kätzchen), Stoffschleifen und Kerzen natürlich, viele Kerzen...







Das kleine Räucherhäuschen aus Salzteig, war ein Geschenk von zwei befreundeten Kindern. Es ist jedes Jahr das erste Weinachtsschmuckstück, was ich aus der Weihnachtstruhe hole.

Ganz besonders gerne mag ich die bekannten Fröbelsterne (Faltanleitung). Benannt wurden sie nach dem deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel.
Üblicherweise faltet man diese Sterne aus vier Papierstreifen. Ich benutze zum Falten auch dieses Geschenkband, das man so kräuseln kann und das viele Menschen, zum Einpacken ihrer Geschenke, benutzen. Früher hat mich immer gestört, dass man dieses Band nicht wirklich weiter verwenden konnte. Bänder aus Stoff kann man ja aufbügeln und wieder verwenden; so hat es meine Omi immer getan. (Sie bügelte sogar das Geschenkpapier, das sie geschenkt bekommen hat wieder glatt. Dafür öffnete sie ihre Geschenke sehr vorsichtig, damit sie das Papier nicht beschädigt. Ich kann mich noch ganz genau an ihre Handbewegungen dabei erinnern...)
Jedenfalls sammle ich nach der Bescherung auch alle Bänder für die sich niemand mehr interessiert ein. Dabei krabble ich dann u.a. auf allen vieren durch die Wohnung, um all die weitverbreiteten 'Schätze' aufzulesen, die von der großen und kleinen Verwandtschaft, alljährlich, auf dem Boden und überall sonst verteilt werden.

Daraus entstehen dann ziemlich kleine und niedliche Sterne, die ich, im jeweils nächsten Jahr, an die Geschenkpäckchen oder an die grünen Zweige hänge...
Meine Geschenke verpacke ich, meistens, mit bunten Packpapier und verziere sie mit Stoff- oder Papierbändern.





...jetzt fehlt nur noch ein wenig Schnee!!! Ich liebe Schnee, und ich wünsche mir, von ganzen Herzen, dass es doch noch ein bisschen schneit! Mal seh'n, der Winter hat ja gerade erst begonnen...

Kein Schnee in Sicht, wenn ich aus meinem Fenster schaue. Dafür erfreuen mich meine kleinen Glockenblumen (vor dem Fenster), noch immer, mit vereinzelten Blüten und Knospen! Dabei gab es hier auch schon die ersten Frostnächte...verrückt, oder?







Wie auch immer, mit Schnee oder mit Glockenblümchen...



 Ich wünsche Euch allen ganz wunderschöne, friedliche und besinnliche Feiertage!

Genießt eine fröhliche, hoffentlich unbeschwerte, ruhige und gesegnete Zeit,
 mit Euren Lieben!!!


Alles Liebe
Katrin







Sonntag, 15. Dezember 2013

I Heart Macro Week 31 - Lebensbäumchen


Laura von Shine the Divine  
lädt ein zu   

















So sehr ich den Austausch und die geselligen Stunden mit anderen Menschen genieße, so sehr genieße ich auch die Stunden ganz mit mir allein.
 Ich brauche diese Zeit für mich, um mich wieder zu spüren, um in mich hinein zu hören und um kreativ zu sein.
 Wenn ich zu viel für andere tue und ich kaum Zeit für mich habe, dann fühlt sich das so an, als wenn mein innerer Kompass seinen Magneten verloren hätte.
 So erging es mir in der letzten Zeit. Normalerweise achte ich sehr auf ein ausgewogenes 'Geben' und 'Nehmen', aber manchmal ist es eben auch wichtig, dass man für andere da ist...

In den letzten Tagen habe ich die Ruhe, um mich herum, sehr genossen. Es ist so ein wunderbares
Gefühl, wieder bei sich anzukommen...

Und ich freue mich, jetzt gleich, auf Eure Blogs...






Genießt noch einen wunderschönen Abend und habt eine ganz wundervolle, neue Woche!!!


Alles Liebe
Katrin


P.S.:
Wenn jemand von Euch weiß, warum das Lebensbäumchen ( auch Thuja genannt), Lebensbäumchen heißt, dann klärt mich bitte auf...ich hab's noch nicht herausgefunden und es würde mich sehr interessieren...

Sonntag, 8. Dezember 2013

Kleine Auszeit



Ein wenig ruhiger ging's hier in den letzten Tagen zu. Das liegt daran, dass ich mich in den letzten Wochen wohl ein wenig übernommen habe... Ich brauchte eine kleine Auszeit von allem. Auch kränkel ich seit ein paar Tagen und fühle mich ein wenig angeschlagen. Ich werde mich auch die Woche noch ein wenig zurück halten mit dem Posten...Ist die Gesundheit doch, neben Liebe und Zeit, das Wichtigste was wir haben...

Mit ein paar kleinen Lichtimpressionen und einem Gedicht von Otto Ernst, dessen Worte mir sehr aus der Seele sprechen, wünsche ich Euch eine wunderschöne, neue Woche...mit viel Zeit zum Genießen der schönen Momente!!! Bleibt schön gesund!!!





Weihnachtsspaziergang


Täglich fast aus meines Dorfes Frieden,
Wo ich zwischen Feld und Büschen wohne,
Wo ich sieben Nachtigallen höre,
Wo mich Fink und Amsel lang schon kennen
Und mich keck beäugen, wenn ich nahe,

Wo die Welt im Sommer eine Laube
Und ein silberweißer Dom im Winter,
Wo vom Schreibtisch ich den Habicht schweben
Sehe duch des Himmels große Stille –
Täglich fast aus meines Dorfes Frieden,

Wo ich Ruhe, Traum und Klarheit atme,
Lenk’ ich meinen Schritt zur nahen Weltstadt,
Um zu fühlen, was ich sonst vergäße,
Daß die Welt nicht Klarheit, Traum und Frieden,
Nicht ein heimlich Wohnen zwischen Hecken,

Ach, kein Spiel mit Fink und Drossel ist.

In das weite, wilde Meer der Menschen
Tauch’ ich unter dann und laß mich treiben.
Ja, sie sind wie windverstörte Wellen;
Eine will die and’re überrennen,

Und am letzten Strand zerschäumen alle.
Wie sie jagen, stoßen, knirschen – wie sie
Not und Habsucht durcheinander wirbelt!
Nur geradeaus den Blick gerichtet,
Drängen sie und trappeln sie und traben,

Sehen nicht das stille Leben fluten,
Sehn nicht, wie es stumm zu beiden Seiten

Fließt und fließt ins große Meer der Stille,
Ewig ungelebt und ungenossen.
Ach, sie leben nicht – nur, um zu leben!

Vorwärts, vorwärts nur den Blick gerichtet,
Treibt es sie die schattenlose Straße
Fort, hinweg vom Schoß der großen Mutter.
Und versunken in des wilden Meeres
Tote Tiefen ist die alte Kunde,

Daß ein Glück sich dehnt in leichten Lüften,
Friede wandert zwischen Halm und Hecken,
Daß ein off’nes, frohes Menschenauge
Wie ein See des Paradieses glänzt.
 

Einmal nur im Jahre find’ ich’s anders!

Brach herein der Weihnacht heil’ge Frühe,
Nehm ich Hut und Stock und wand’re fröhlich
In die große Stadt. So tat ich heute.
Drängen, Treiben seh’ ich heut’ wie immer,
Seh’ ein wogend Meer wie alle Tage;

Aber auf den Fluten dieses Meeres
Ruht wie Sonnenschein ein einzig Lächeln.
Und – o frommes Wunder ohnegleichen,
Selbst der Kaufherr, dessen Furcht und Hoffnung
Sonst um Indiens Silberminen kreisen,

Heimgefunden hat er in den Frieden
Einer höheren und stiller’n Welt.
   

Lächeln seh’ ich in entspannten Mienen
Und wo Lächeln nicht, doch einen Glauben
An das Lächeln. Starre Blicke seh’ ich

Wohl wie sonst, allein sie starren glänzend
In ein Licht, das sie allein erschauen.
Welches Glaubens sie und welches Sinnes,
Einmal wieder haben sie’s vernommen,
Einmal glauben sie die frohe Botschaft,

Daß ein Glück mag kommen aus den Lüften,
Daß ein Friede wohnt in grünen Tannen,
Daß ein liebend Wang’-an-Wange-Schmiegen
Alle Not beschämt und alles Prangen,
Daß ein off’nes, frohes Menschenauge

Wie ein See des Paradieses glänzt.
 
Von versunk’nen Städten singt die Sage,
Deren Glocken aus der Tiefe klingen.
Geh’ ich weihnachts durch den Schwall der Straßen,
Dringt durch allen Lärm ein stetes Klingen:
Leise aus verlor’nen Gründen hör’ ich
Läuten die versunk’ne Stadt des Glücks.

Otto Ernst (1862-1926) 


Alles Liebe
Katrin